Im Katastrophenfall ist ehrenamtlicher und freiwilliger Notfunk eine wichtige Ergänzung zum Behördenfunk.
Die Entfernung zwischen den im Kreis Unna festgelegten Notfall-Anlaufpunkten (Feuerwachen) beträgt oft bis zu mehreren Kilometern. Bürgernotfunkstellen sparen deshalb als Bindeglieder bei Ausfall des öffentlichen Kommunikationsnetzes (Handy, Telefon) wertvolle Zeit und können Leben retten. So kann die Alarmkette bereits in der Nähe des Notfalls gestartet werden.
Erste Meile = Erste Hilfe
Üblicherweise wird in der Kommunikationstechnik die Endverbindung zum Teilnehmer als "Letzte Meile" bezeichnet, jene Strecke, die den größten technischen Aufwand benötigt. Aus Sicht einer in Not befindlichen Person ist diese Schnittstelle aber die "Erste Meile", die es zu überwinden gilt. Hier gehen möglicherweise die wichtigsten Minuten verloren.
Dieses Portal erweitert das Web-Angebot des Kreises Unna zur lokalen Krisenkommunikation bei einem lang andauernden Stromausfall (vgl. [1]).
Die "Erste Meile", die das behördliche Konzept in Unna fernmeldetechnisch nicht abdeckt, kann durch Bürgernotfunk überbrückt werden. So wird der Ersthelfer zum Erstfunker ohne Zeitverlust:
Die Lösung
Mit geringem Aufwand läßt sich der Bevölkerungsschutz im Krisenfall mit den folgenden Maßnahmen weiter verbessern:
Aufbau einer Funkredundanz durch Aufrüstung der Standorte von Hilfs- und Rettungsdiensten mit (privaten, preiswerten) Freenet-, PMR- oder CB-Funkgeräten, um den Kontakt zur Bevölkerung über wenige Kilometer aufrecht zu erhalten
Benennung von Kühlinseln (Gemeinderäume, Turnhallen ...)
Informierung der Bevölkerung über die Nutzung des Bürgernotfunks.
Mustergültige Informationen zum Bürgernotfunk und zum Verhalten beim Stromausfall sind auf den Seiten der Stadt Hennef zu finden. Aber auch andere Kommunen haben inzwischen aufgerüstet.
Nachfolgend das Wichtigste in Kürze:
■ Warum ein Bürgernotfunknetz?
Ein engmaschiges Notfunknetz kann Leben retten und die Nachbarschaftshilfe unterstützen. Im Krisenfall werden Notrufe schnell weitergeleitet.
■ Die Erste Meile
In der Regel liegen die behördlichen Notfall-Anlaufpunkte (Feuerwachen) bis zu mehreren Kilometern voneinander entfernt, so dass Bürgernotfunkstellen als Bindeglieder wertvolle Zeit sparen.
■ So funktioniert ein 3-Schritt-Bürgernotruf:
■ Wenn Handys, Telefone und Hausnotrufe nicht mehr funktionieren:
Ein Bürger-Notfunknetz unterstützt die örtlichen Hilfs- und Rettungsdienste bei der Krisenkommunikation und ersetzt notfalls deren Funkverkehr, falls er bei länger andauerndem Blackout ausfallen sollte. Das könnte bereits nach sieben Tagen ohne Strom passieren.
Die freien und weit verbreiteten Funkgeräte (Freenet, PMR, CB) eigenen sich hervorragend zum schnellen Aufbau kleiner Funknetze und Alarmketten. Sie arbeiten ohne Relaisfunkstellen.
Nutze Freenet-, PMR- und CB-Funk zur Notfall-Kommunikation!
Höre auf Kanal 3!
Schalte die CTCSS/DCS-Kennung aus, damit du alle Stationen auf dem Kanal empfangen kannst!
■ Bevor der Strom ausfällt:
Notiere wichtige Infos rechtzeitig auf einem Zettel, denn beim Blackout bleibt der Bildschirm schwarz!
Lade alle Akkus / beschaffe Ersatzbatterien!
■ Wie sieht eine ideale Anlauf-/ Notfunkstelle aus?
markanter Ort (leicht zu finden)
zentrale Lage (kurze Wege, Zeit zählt!)
warmer Ort
mehrere Operatoren anwesend (Schichtbetrieb)
Verbindung zu Hilfs- oder Rettungsdiensten (Feuerwachen siehe Karte)
Hinweis auf die Notfunkstelle mit DIN-A4-Fensterplakat
. Sichtbarkeit kann Leben retten!
#jetztmitmachen
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solange der Strom noch da ist!
Mögliche Bürgernotfunkstellen* und Notfall-Anlaufpunkte**
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Datenquellen: openstreetmap │ DL1MK
Stand: 17.06.2026
Blauer Kreis: 2 min Fußweg (200 m)
: erreichbar
: erreichbar + Amateurfunk
: nicht besetzt
Liste geeigneter Bürgernotfunkstellen* Zur Kartenanzeige bitte auf die laufende Nummer klicken!
Klick ▼
Stationsname
Standort
Info
Status
Löschgruppe Unna-Mitte
Nordring 37 (Feuerwache)
Funker gesucht
Rathaus
Rathausplatz
Funker gesucht
Martin Luther Haus
Kirchplatz
Funker gesucht
???
Frömern, Alter Mühlenweg
5 x PMR
???
Dreihausen
5 x PMR
Bonifatius
Mühlenstr.
Funker gesucht
Jonahaus
Eichenstr.
Funker gesucht
LIDL
Bertha-von-Suttner-Allee
Funker gesucht
Hertinger Tor
Brockhausstr.
Funker gesucht
Reha-Zentrum
Käthe-Kollwitz-Ring 30
Funker gesucht
EBG
Seminarstraße 4
Funker gesucht
KITA
Dürerstraße
Funker gesucht
Friedenskirche
Massen, Kleistraße
Funker gesucht
= nicht besetzt
= erreichbar
= erreichbar + Amateurfunk
Datenbasis: DL1MK | Leaflet OSM | Kreis Soest
Notfall-Anlaufpunkte im Vergleich
Typ ⇒
Primärer Anlaufpunkt*
Sekundärer Anlaufpunkt**
Gebäude
i.d.R. privat
Feuerwachen
Funk
PMR, Freenet, CB
BOS-Funk
Organisation/ Zuständigkeit
selbst- organisierend
Behörde
Erreichbarkeit zu Fuß
< 500 m 6 min
bis zu 2 km 24 min
Schutz bei Notfall
hoch
mittel
Kosten- aufwand
gering
hoch
Bereitschaft 24/7
nicht gesichert
gesichert
* Ort in der unmittelbaren Nachbarschaft
** Nächste Feuerwache
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Tipps zur Verbesserung der offiziellen Webseite:
Ergonomischer wäre die Verwendung von Popup-Texten, wie es auf dieser Webseite mit freier Software realisiert ist. Die Nutzung von Leaflet-Karten wird von vielen offiziellen Stellen bevorzugt.
Berücksichtigung der Ersten Meile --> Notfunkkonzept "Bürgernotfunk" ergänzen
Fehlermeldung: "Die Geolokalisierung innerhalb eines iframes ist nicht verfügbar..."
Quellen
[1] Kreis Unna - Der Landrat (Presse und Kommunikation): Katastrophenschutzbedarfsplan. URL: https://www.presse-service.de/data.aspx/static/1174775.html. Last visited: 16.12.2025.
Weiterführende Links mit Live-Daten zum Bevölkerungs- und Klimaschutz im Kreis Unna: